
Luftkampf zwischen drei Spielern. Der Ball ist direkt am Kopf, der enge Schnitt und der dunkle Hintergrund beschränken das Bild auf das Wesentliche. (400mm, Blende 3.5, 1/800s, ISO 1600)
Foto: Benedikt Altschuh / actionpixel.de
Für den Anfang aber völlig ausreichend und ohnehin schwierig genug sind aber schon die ganz „gewöhnlichen“ Action-Aufnahmen. Sie sollen im Idealfall entscheidende Momente im Spielverlauf oder der Sportart festhalten. Ganz typische Momente eines bestimmten Sports sind dabei genauso wichtig wie die Ungewöhnlichen. Beim Hürdenlauf empfiehlt es sich natürlich, den Sportler beim Sprung über die Hürde abzulichten und nicht beim Lauf zwischen zwei Hürden, könnte so ein Foto doch genauso von jeder normalen Lauf- oder Sprint-Disziplin stammen. Wesentlich seltener, dafür fast immer ein Eye-Catcher sind die ungewöhnlichen, tragischen oder komischen Momente. Rutscht einem Spieler im Zweikampf die Hose runter, stürzt der Hürdenläufer über sein Hindernis?

Beachvolleyball aus einer ungewohnten Perspektive: Hier wurde die einmalige Möglichkeit ausgenutzt, dass sich direkt neben dem Platz hohe Gebäude befanden. (280mm, Blende 4.5, 1/2500s, ISO 200)
Foto: Benedikt Altschuh / actionpixel.de
Je enger der Bildausschnitt, desto schwieriger wird das Abdrücken zur rechten Zeit. Ein enger Bildausschnitt ist aber ein weiteres nicht zu verachtendes Gestaltungsmittel eines guten Sportfotos. Je mehr der Betrachter das Gefühl hat ganz nah dran zu sein am Geschen, desto intensiver wirkt das Bild. Dies kann man vermitteln durch den Einsatz eines Teleobjektivs, mit dem man versucht von Anfang an möglichst nah dran zu sein, um anschließend weniger beschneiden zu müssen, oder aber man geht falls möglich mit dem Weitwinkel selbst so nah wie möglich ans Geschehen ran.