
Ein Bild mit drei verschiedenen Weißabgleichs-Einstellungen: Von zu warm bis zu kühl. Zur korrekten Bestimmung eignet sich das Kameradisplay leider meistens kaum, auch ein unkalibrierter Computermonitor kann zu falschen Einschätzungen führen. Eine meistens recht zuverlässige Methode ist der manuelle Weißabgleich auf eine Graukarte oder ein Blatt Papier. (85mm, Blende 2.0, 1/500s, ISO 1600)
Foto: Benedikt Altschuh / actionpixel.de
Auch beim Weißabgleich kann man durch bestimmte Einstellungen genauere und vor allem konstantere Ergebnisse erzielen. Zwar sind die Automatiken heutiger Kameramodelle schon sehr weit ausgereift, dennoch können diese auch bei genau gleich bleibender Farbtemperatur des Lichts zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Hat man also eine konstante Lichtsituation ist man mit dem manuellen Weißabgleich oft auf der sicheren Seite, das kann zum Beispiel in Sporthallen mit künstlicher Beleuchtung, bei strahlendem Sonnenschein oder gleich bleibender Bewölkung der Fall sein. Ändert sich dagegen die Farbtemperatur zum Beispiel durch Wechsel zwischen Wolken und Sonne oder gar durch verschiedene Lampen in der Hallenbeleuchtung, erzielt man mit dem automatischen Weißabgleich meist die besseren Ergebnisse. Einige Kameramodelle neigen im Automatikmodus dazu, Bilder bei künstlicher Beleuchtung sehr warm wiederzugeben, im Schatten kommt es zum gegenteiligen Effekt der blaustichigen Bilder. Auch hier empfiehlt sich falls möglich der manuelle Weißabgleich. Speichert man die Bilder im RAW-Format muss man sich darum übrigens wenig Gedanken machen, diese Dateien ermöglichen es den Weißabgleich ohne Qualitätsverlust erst nachträglich am Computer festzulegen.