
Die Position an der Seitenlinie auf Höhe des 16-Meter-Raums eignet sich auch bestens, um Emotionen von Trainern und Betreuern einzufangen. (400mm, Blende 3.5, 1/500s, ISO 640)
Foto: Benedikt Altschuh / actionpixel.de
Bei Festbrennweiten allgemein und beim Fußball im speziellen sei darauf hingewiesen, dass man laut „Murphy’s Law“ grundsätzlich am falschen Fleck sitzt und das Beste einfach immer auf der diagonal anderen Seite des Platzes stattfindet. Damit muss man sich einfach abfinden, ständiges rumlaufen um den Platz bringt herzlich wenig, da sich bis dahin das Spielgeschehen längst wieder wo anders hin verlagert hat. Was man allerdings abschätzen kann ist, in welche Richtung das Spiel aller Voraussicht nach eher verlaufen wird und natürlich welche Mannschaft man bevorzugt fotografieren möchte. Ist zu erwarten, dass Mannschaft A das Spiel gewinnen wird und möchte man deren Tore und Jubel fotografieren, empfiehlt es sich auf der Seite von Mannschaft B zu sitzen um dort die stürmenden Favoriten abzulichten. Gleichzeitig bekommt man dort im Idealfall noch enttäuschte Spieler von Mannschaft B direkt vor die Linse. Falls möglich kann ein Seitenwechsel mit den Mannschaften zur Halbzeit sinnvoll sein, was in den unteren Ligen kein Problem sein sollte.

Fußball im Gegenlicht mit hellen Trikots und dunklen Hautfarben: In diesem Fall musste die Belichtungsautomatik um 2/3-Stufen nach oben korrigiert werden um ein passendes Ergebnis zu liefern. (400mm, Blende 3.5, 1/1600s, ISO 250)
Foto: Benedikt Altschuh / actionpixel.de
Eine spezielle Herausforderung stellt bei Outdoor-Sportarten ganz allgemein die Sonne dar. Sie versorgt einem mit dem Licht, das man in der Halle sonst oft schmerzlich vermisst, allerdings hat auch sie im wahrsten Sinn des Wortes ihre Schattenseiten. Gerade bei seitlich einfallendem Sonnenlicht kann es mit den im Kontrastumfang leider noch relativ begrenzten Sensoren von Digitalkameras zu dem sehr unschönen Effekt kommen, dass zum Beispiel das Gesicht eines Spielers auf der Sonnenseite völlig überstrahlt ist, während die schattige Hälfte fast komplett schwarz ist. Am einfachsten lässt sich das vermeiden, indem man sich einen Standpunkt mit der Sonne im Rücken sucht, hier sollte man allerdings vor allem bei sehr hohem Sonnenstand darauf achten, dass die Augenpartien der Spieler nicht zu sehr im Schatten verschwinden, zur Not hilft dezentes Aufhellen der entsprechenden Stellen am Computer. Die andere Alternative wäre, sich entgegen der Sonne zu platzieren, wodurch die Spieler Richtung Kamera zwar komplett im Schatten sind, so aber immerhin gleichmäßig beleuchtet. Diese Gegenlichtsituation stellt aber ganz besondere Anforderungen an die richtige Belichtung und den Autofokus, weshalb man Anfangs falls möglich lieber mit der Sonne im Rücken arbeiten sollte.