
Ein Radfahrer beim Ironman France zwischen den charakteristischen Palmen der Uferpromenade von Nizza. Der Bezug zur Umgebung ist bei Ausdauerssport besonders wichtig. (15mm Fisheye, Blende 5.6, 1/500s, ISO 100)
Foto: Benedikt Altschuh / actionpixel.de
Ausdauersportarten sind manchmal Fluch und Segen zu gleich: Einerseits dauern sie relativ lange, was Zeit gibt um verschiedene Bildideen auszuprobieren, andererseits gehen sie meistens über lange Streckenverläufe. Während Marathons meistens durch die halbe Stadt führen, legen Radrennfahrer oft hunderte Kilometer an einem Tag zurück. Das ermöglicht zwar viele Verschiedene Motive vor teils einmaligen Kulissen, allerdings stellt es gewisse logistische Anforderungen auch an den Fotografen. Manche Veranstalter bieten je nach Wichtigkeit des Medienvertreters eine Art Shuttleservice per Auto oder Motorrad an, mit dem man die führenden Teilnehmer immer wieder überholt um sie an neuen markanten Streckenpunkten zu fotografieren. Manchmal muss man sich selbst darum kümmern, ohne dabei aber die Strecke betreten geschweige denn befahren zu dürfen. Bei Marathon-Strecken in der Stadt kann hier ein Fahrrad gute Dienste erweisen.

Je näher desto besser: Wasserauslauf eines Ironmans mit 16mm und Blitz. (16mm, Blende 7.1, 1/250s, ISO 100)
Foto: Benedikt Altschuh / actionpixel.de
Generell gilt es, sich die Streckenkarte vorher genau anzusehen, viele Veranstalter geben auch die zu erwartende Zwischenzeiten an. So kann man sich im Vorfeld überlegen, an welchen Stellen ein gutes Motiv zu erwarten ist und wie man dann von dort zum nächsten Punkt kommt. Solche Veranstaltungen schreien direkt danach, die Teilnehmer nicht nur einzeln freigestellt, sondern auch unter Einbeziehung der Kulisse zu fotografieren, die ja ein wesentliches Charakteristikum jedes Rennens ist. Bei Radrennen sind außerdem quälende Anstiege meist fotogener als rasante Bergabfahrten mit eingezogenem Kopf – leichter zu fotografieren sind die langsamen Bergauffahrten sowieso.