
Das fertige Bild und sein Ausgangmaterial: Auf der linken Seite wurde mittels Tonwertkorrektur der Kontrast deutlich angehoben, um den Licht-Schatten-Effekt zu verdeutlichen. Der Kontrast im Original rechts dagegen ist flau, das Bild entfaltet so nicht seine Wirkung.
Foto: Benedikt Altschuh / actionpixel.de
Im Idealfall kommt ein Sportfoto fertig aus der Kamera und hat überhaupt keine Nachbearbeitung mehr nötig. Dass das nur selten umzusetzen ist, versteht sich aber auch von selbst. Bei Festbrennweiten ist häufig noch die Anpassung des Bildschnitts notwendig, oft muss die Belichtung leicht korrigiert werden. Das sind Maßnahmen, die auch in der Analogfotografie üblich und nötig waren und die vielen Bildern erst den letzten Schliff verpassen. Dabei sollte man sich aber immer an den Leitspruch halten, „weniger ist mehr“. Je weniger man an einem Bild verändert, desto weniger kann man auch „verschlimmbessern“. Leichte Korrekturen veredeln ohnehin schon gut Bilder, ist das Ausgangsmaterial aber einfach schlecht, lässt sich mit digitaler Bearbeitung auch kaum mehr was retten. Stark unscharfe Bilder bieten keine Bildinformationen, um sie am Computer noch wirklich scharf zu zeichnen, aus komplett überstrahlten Bildstellen lässt sich meist auch nichts mehr retten. Wo Bildinformationen schlichtweg fehlen, kann der Computer auch nichts Vernünftiges mehr dazurechnen.