
Bildverwaltungssoftware: Um auch bei einer großen Zahl von Veranstaltungen und Bildern noch die Übersicht zu behalten, ist Bildbeschriftung unerlässlich. Im Pressealltag gehören IPTC- und XMP-Daten ebenfalls zum Standard.
Foto: Benedikt Altschuh / actionpixel.de
Das Bildformat JPEG sieht hierfür die sehr mächtige Möglichkeit der IPTC-Daten vor. Diese Metadaten, die in der Bilddatei selbst gespeichert sind und so immer eine zweifelsfreie Zuordnung ermöglichen, bieten vielfältige Möglichkeiten zur Bildbeschriftung. Sie gehen weit über die von der Kamera selbst in die Dateien geschriebenen Informationen der EXIF-Daten hinaus, die eigentlich nur die verschiedenen technischen Aufnahmedaten in die Datei schreiben. IPTC-Daten ermöglichen ausführliches Vertexten des Bildinhaltes, was ein zuverlässiges Wiederfinden der Bilder auch in großen Datenbanken ermöglicht. Neben den obligatorischen Daten zu Aufnahmeort und –zeit lassen sich in der „Caption“ bis zu 2000 Zeichen lange Bildbeschreibungen verfassen, außerdem beliebig viele Stichwörter und zahlreiche weitere Infos zum Beispiel zum Fotografen oder dem gewünschten Bildnachweis. Die meisten Daten bleiben für alle Bilder einer Veranstaltung gleich, weswegen sie zur Zeitersparnis in einigen Programmen vorgegeben beziehungsweise mit Stapelverarbeitung zugewiesen werden können. Individuell unterschiedlich sollten aber zumindest die Caption und bei Bedarf die Schlüsselwörter sein, in denen man vor allem Bildspezifische Daten wie die abgebildeten Personen und deren Funktion und Handlung eingibt. So lassen sich durch entsprechende Suchanfragen in der Bildverwaltungssoftware oder in Online-Datenbanken leicht und schnell Bilder von bestimmten Personen oder Situationen wieder finden. Natürlich eignet sich diese Art der Bildbeschriftung auch für jede andere Art der Fotografie und wird mit zunehmender Zahl von Bildern immer wichtiger. Dabei sollte man von Anfang an sehr strukturiert und durchdacht vorgehen und zum Beispiel standardisierte Stichwörter oder Begriffe zur Bildbeschreibung verwenden, um bei der späteren Suche alle relevanten Bilder zu erfassen.