2. Inhalt und Bildgestaltung
2.1. Der Dauerbrenner: Emotionen

Nicht ganz alltäglicher Ärger über eine vergebene Torchance. Dieses Bild war einer Regionalzeitung zusätzlich zum Spielbereicht einen eigenen Artikel wert. (400mm, Blende 2.8, 1/500s, ISO 800)
Foto: Benedikt Altschuh / actionpixel.de
Dabei sollte man auch darauf achten, dass eine konkrete Emotion auch wirklich repräsentativ für die Veranstaltung oder Person ist. Das Bild eines jubelnden Spielers nach seinem Treffer zum 1:0 kann sehr schnell sehr uninteressant werden, wenn das Spiel letztlich 1:5 endet. Ein lachender Trainer, dessen Job gerade wackelt weil die Mannschaft in der Krise steckt, wird nur sehr selten Verwendung finden. Ganz anders kann die Lage eine Woche später aussehen, wenn der Befreiungsschlag gelungen ist – nur ist dann ein eine Woche altes Bild schon veraltet und beliebig ersetzbar. Für das Archiv sind Bilder von vielfältigen Emotionen natürlich immer sinnvoll.
Emotionen sind oft nur Sekundenbruchteile dauernde Ausbrüche, weshalb es besondere Konzentration und Umsicht erfordert sie festzuhalten. Manchmal kann der Jubel über ein Tor auf der Trainerbank sehr viel emotionaler ausfallen als der des Torschützen, oft spielen sich weit weg vom Ball noch ganz andere Scharmützel ab, auf die man immer eine Auge haben sollte. Emotionen haben im Sport meistens auch immer zwei Seiten: Die Jubelnden und die Enttäuschten. Im Eifer des Gefechts sollte man daher nie vergessen, auch noch die jeweils andere Seite im Bild festzuhalten.


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