3. Technik und Ausrüstung
3.3. Die Basics Teil 2: Sonstige Einstellungen
Neben der richtigen Belichtung gibt es natürlich noch einiges mehr zu beachten und einzustellen. Zunächst zum Autofokus: Auf ihn möchte heute kaum mehr jemand verzichten, zu praktisch ist doch seine Funktion und zu gut seine Ergebnisse, wenn man ihn richtig einzusetzen weiß. Für bewegte Motive, wie man sie im Sport außer beim Hallenschach fast immer hat, empfiehlt sich der Servo-Modus, der je nach Hersteller eventuell eine andere Bezeichnung hat. Mit ihm regelt die Kamera bei halbdurchgedrücktem Auslöser ständig nach, so kann man Sportler verfolgen um dann im richtigen Moment abzudrücken und ein scharfes Bild zu erhalten.Je nach Gehäuse empfiehlt sich meistens auch, sich auf ein Autofokusfeld, im Idealfall einen so genannten Kreuzsensor zu beschränken. Zumindest das mittlere Autofokusfeld sollte bei den meisten Kameras ein solcher Kreuzsensor sein, der durch senkrechte und waagrechte Kontrastmessung besonders genau fokussieren kann. Lässt man die Kamera dagegen mit allen Fokusfeldern messen kann es schnell zu Fehlfokussierungen kommen, besonders wenn Spieler oder Schiedsrichter die „Schussbahn“ kreuzen und so die Messung irritieren.

Ein Bild mit drei verschiedenen Weißabgleichs-Einstellungen: Von zu warm bis zu kühl. Zur korrekten Bestimmung eignet sich das Kameradisplay leider meistens kaum, auch ein unkalibrierter Computermonitor kann zu falschen Einschätzungen führen. Eine meistens recht zuverlässige Methode ist der manuelle Weißabgleich auf eine Graukarte oder ein Blatt Papier. (85mm, Blende 2.0, 1/500s, ISO 1600)
Foto: Benedikt Altschuh / actionpixel.de
Die Frage ob RAW oder JPEG ist eine der persönlichen Vorliebe, der Speicherkapazität und der eventuell nötigen Geschwindigkeit. So kann man natürlich aus RAW-Dateien unter Umständen deutlich mehr rausholen als aus einer JPEG-Datei, vor allem weil sie für eine qualitativ gute Belichtungskorrektur mehr Spielraum bieten und auch der Weißabgleich nachträglich festgelegt werden kann. Allerdings hilft das wenig, wenn man die Bilder zum Beispiel für den Versand an Agenturen oder Zeitungen sofort im JPEG-Format benötigt und keine Zeit für individuelle Umwandlung jedes Bildes bleibt. Der schnellere Workflow lässt sich eindeutig mit JPEG-Dateien erzielen. Sie sind nicht nur kleiner sondern können auch ohne Umwandlung und spezielle Software von jedem überall eingesetzt werden, auch tun sich leistungsschwächere Computer oder Subnotebooks mit der Verarbeitung großer Rohdaten schwerer als mit kleineren JPEG-Dateien. An der JPEG-Qualität sollte man allerdings nicht sparen, denn was einmal verloren ist kann dann nicht mehr zurückgeholt werden. Individuelle Parameter zu Kontrast oder Schärfung der JPEGs noch in der Kamera sind modellabhängig, eine pauschale Anweisung lässt sich hier kaum geben.


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