3. Technik und Ausrüstung
3.5. Losgelöst: Remote-Kameras
Es gibt Bilder mit Perspektiven, die man auf den ersten Blick für unmöglich zu fotografieren hält. Wie kam der Fotograf hinter den freihängenden Basketballkorb, um Dirk Nowitzki beim Sprung zum Korb mit Weitwinkel zu fotografieren? Lag der Fotograf wirklich ausgerechnet im Moment des Tores hinter dem Torwart am Boden? Die Antwort sind häufig Remote-Kameras, die an einem beliebigen Standort stehend oder hängend von irgendwo per Kabel oder Funk ausgelöst werden können und so spektakuläre Perspektiven und neue Einblicke ermöglichen.
Remote-Kamera beim Galopprennen: Die Perspektive wäre für den Fotografen beim Start unmöglich zu erreichen, da die Startbox in diesem Fall nur ein mobiles Gittergestell ist, in das die Tiere ohnehin nur schwer hineinzubringen sind. (15mm Fisheye, Blende 5.6, 1/2000s, ISO 1600, PocketWizard Funkauslöser)
Foto: Benedikt Altschuh / actionpixel.de
Sind alle Einstellungen getroffen, wurde richtig fokussiert und die Kamera platziert geht es ans auslösen. Dies kann je nach Situation per Kabel oder Funk geschehen. Funk bietet den klaren Vorteil der Ungebundenheit. Mit so genannten PocketWizards, die auch zum Fernauslösen von Blitzen verwendet werden können, lassen sich Distanzen von über 100 Metern überbrücken. Dabei kann durch das Aufstecken des Senders auf den Blitzschuh der Kamera in der Hand die Remote-Kamera mit jedem Foto parallel ausgelöst werden. Alternativ durch einen einfachen Knopfdruck auf dem Sender. Der Empfänger ist dabei mit einem kurzen Auslösekabel mit der Remote-Kamera verbunden.
Eine Alternative zu teuren PocketWizards stellen Kabellösungen dar, die erheblich billiger sind. Der Nachteil ist die Ortsgebundenheit, so haben Kabel zum einen nur eine bestimmte Länge und zum anderen kann man sie nicht überall problemlos verlegen. Allerdings werden sie trotzdem zum Beispiel bei großen Fußballspielen mit einer Vielzahl von Fotografen und Remote-Kameras eingesetzt, um Frequenz-Konflikte mit anderen Funksendern zu vermeiden.


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