5. Sportarten im Detail
5.4. Die Harten: Eishockey
Das inzwischen übliche Spiel: Ein sehr schneller Hallensport mit entsprechenden Folgen. Verglichen mit den beiden anderen bisher behandelten Indoor-Sportarten aber sind Eishockeyhallen meistens noch halbwegs gut beleuchtet, das reflektierende Eis tut sein übriges. Nichtsdestotrotz kann es mitunter zappenduster sein, weshalb man zumindest vor allem den unteren Ligen um eine 2.8er Lichtstärke nicht herumkommt und selbst damit an das Limit der ISO-Empfindlichkeit und Verschlusszeit kommt. Gerade beim Eishockey sollte es mindestens 1/500s sein – eher noch kürzer, da vor allem Schläger und Pucks eine beträchtliche Geschwindigkeit erreichen können.
Zweikampf an der Bande hinter dem Tor. Das Foto wurde relativ schräg durch eine Plexiglas-Scheibe aufgenommen, ohne diese verkratzte Scheibe dazwischen hätte das Bild deutlich mehr Brillanz. (130mm, Blende 2.8, 1/400s, ISO 1600)
Foto: Benedikt Altschuh / actionpixel.de
Ist das Fotografieren am Eis aber wegen der schlechten Plexiglasscheiben gar nicht möglich, dann bleibt immer noch die recht komfortable Möglichkeit, von der Tribüne zu fotografieren. Von dort kann man nicht nur sehr angenehm im Sitzen fotografieren statt an der kalten Bande stehend, man hat auch einen recht guten Überblick über den Spielverlauf. Gerade wenn man wenig Ahnung vom Eishockey hat, kommt einem der Sport anfangs unheimlich schnell und unübersichtlich vor.

Ein erfolgreicher Torschuss aufgenommen von einer Position zwischen den beiden Spielerbänken ohne störendes Plexiglas. (195mm, Blende 2.8, 1/640s, ISO 1000)
Foto: Benedikt Altschuh / actionpixel.de
Durch die besonders aus höheren Perspektiven vorhandene Dominanz der Farbe Weiß gestalten sich beim Eishockey Belichtung und Weißabgleich etwas tricky. Besonders die automatische Belichtung neigt dabei zum Unterbelichten der Bilder, wodurch das Eis letztlich grau statt weiß erscheint und die Spieler schlicht zu dunkel sind. Auf dem Kameradisplay lässt sich das manchmal nur mit dem Histogramm halbwegs sicher beurteilen. Die manuelle Belichtung ist hier meistens die bessere Wahl, während der Aufwärmphase oder den ersten Spielzügen sollte genug Zeit bleiben um die passende Einstellung zu finden. Aufpassen allerdings, wenn man sich auf die Einstellung aus der Aufwärmphase verlässt: In einigen Hallen wird erst zu Spielbeginn die volle Beleuchtung eingeschalten.
Ähnlich verhält es sich mit dem Weißabgleich: Der Kameraautomatik neigt besonders dank der frequentierenden Metalldampflampen in den meisten Stadien zu unterschiedlichen Weißabgleichen, die verschiedenen Farbstiche der Bilder werden auf den weißen Flächen dann besonders deutlich. Der Weißabgleich von Hand hilft hier weiter, findet man keine passende Farbtemperatur ist der manuelle Weißabgleich auf das Eis meistens die beste Wahl. Obacht geben muss man dabei noch auf mögliche Farbstiche in Plexiglasscheiben. Wechselt man dann die Position auf die Tribüne kann der alte Weißabgleich möglicherweise schon falsch sein.


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